3 Nibelungen – 3 Läufe – 210 km

Not beziehungsweise Corona macht bekanntlich erfinderisch und somit machten sich einige Läufer aus dem Organisationsteam Gedanken, welche Alternativen es zu den abgesagten Lauf- und Triathlonevents geben könnte.

 

Schnell war die Idee geboren den bekannten Mammutmarsch von München-Pullach bis Mittenwald, selbst organisiert, zu laufen. Um sich auf die 100 km lange Distanz entsprechend vorzubereiten, standen kleinere und 2 große Läufe für die 3 Nibelungen auf dem Trainingsplan.

Erster Trainingslauf: Ein Marathon

Die Laufstrecke verlief von Großmehring zur Ingolstädter Staustufe, zurück zum Ausgangspunkt. Danach ging es entlang der Donau nach Vohburg und wieder zurück. Bei bestem Wetter war die erste große Trainingseinheit geschafft.

Bild 1+2: Teambild vor und nach dem Lauf (Tanja/Martin)

Zweiter Trainingslauf: Die 12 Stunden Challenge

Aufgrund der Ausgangssperre drehten die drei den Spieß um und anstatt eine fest vorgegebene Distanz zu laufen, gab es ein festes Zeitfenster in dem sie versuchten so weit wie möglich zu laufen. Auf den Spuren der Nibelungen orientierte man sich entlang der Donau, Richtung Regensburg. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen:  in 11 Stunden und 45 Minuten liefen sie 73 km und standen am Ziel vor den Toren Regensburgs. Die drei waren nicht nur froh, es „geschafft“ zu haben, sondern konnten einige lehrreiche und auch schmerzhafte Erfahrungen sammeln die es für den Mammutmarsch (Mammutlauf) zu beachten galt.

 

30. Juli Mammutlauf

Endlich war es soweit, ein halbes Jahr an Trainingsläufen und Vorbereitungen lag hinter den 3 Läufern. Morgens um 02:00 Uhr ging es mit dem Auto nach Pullach. Pünktlich um 03:00 Uhr startete die Mission „Mammutlauf“. Entlang der Isarauen gefolgt vom Isarkanal lief man in einem fest vorgegebenen Rhythmus – 3 km laufen – 1 km gehen. Nach den ersten 30 km waren wir in Wolfratshausen angekommen und die erste Frühstückspause stand auf dem Plan. Weiter ging es dann Richtung Benediktbeuern als bei Kilometer 56 die nächste Rast im Klosterbiergarten bevorstand. Langsam, aber sicher kamen die ersten Blasen und Wadenkrämpfe welche durch entsprechende Pflaster und Kühlgels in Schach gehalten werden konnten. Nach 69 km und inzwischen 13 Stunden auf den Beinen wurden die strapazierten Füße im Kochelsee abgekühlt. Jetzt stand das anstrengendste Stück bevor, steil ging es von Kochel am See bergauf zum Walchensee. Dort angekommen fehlten „nur“ noch 18 km bis das große Ziel erreicht war Doch es sollte leider anders kommen als geplant. Aufgrund starker Gewitter beschloss das Team den Lauf vorzeitig abzubrechen und so waren die drei Nibelungen stolz die 90 Kilometer und insgesamt 1300 Höhenmetern in 16 Stunden geschafft zu haben und traten von Wallgau erschöpft aber glücklich die Heimfahrt an.